MMIG46 · Rückblick
Trainingswochenende 2026
25.–26. September · Mönchengladbach / EDLN
Freitag
Am Freitag, den 25. September, und Samstag, den 26. September 2026, fand das Trainingswochenende der MMIG 46 auf dem Flughafen Mönchengladbach in den Räumen der RAS, auf dem Vorfeld und im Simulator der MGFlyers statt.
Ab dem späten Vormittag landeten die Maschinen und wurden auf den reservierten Feldern A5 und A6 auf dem Vorfeld des Flughafens Mönchengladbach geparkt.
Max Buchholz von der Flugleitung EDLN hatte per NOTAM dafür gesorgt, dass dieser Platz exklusiv für die Teilnehmer der Veranstaltung an beiden Tagen reserviert blieb.
Ein großes Entgegenkommen seitens des Flughafens war außerdem die Suspendierung der Abstellgebühren in Verbindung mit der Halbierung der Landegebühren.
Großer Dank an die RAS und Frank Prochaska:
Alle benötigten Räume und Einrichtungen sowie Getränke und belegte Brötchen wurden von der RAS zur Verfügung gestellt.
Franks Sohn Tom, zurzeit Werkstudent bei RAS, sorgte für den Transport der Anreisenden vom Vorfeld zur RAS und dann im Stundentakt auch zu MgFlyers, wo der neue Simulator Alsim AL250 ununterbrochen in Verwendung war.
So konnte jeder eine Stunde im Simulator verbringen. Klaus Hohnen und Dennis Viehoff sorgten für professionelles Training unserer Mitglieder.
So mancher Kandidat, der sich risikofrei im Simulator allen möglichen Extremsituationen aussetzen konnte, kam mit leichtem Schwindel nach der Sitzung wieder in den Seminarraum.
Dank auch an Julian Goldau und Max Gerecht, die im Vorfeld für die Kommunikation, Public Relations über Internet und Kurznachrichtendienste, Herstellung der Namensschilder und Produktion der neuen MMIG 46-Polohemden verantwortlich waren.
Neben meiner Vollzeittätigkeit in der Praxis hätte ich das nie geschafft!
Die Polohemden fanden guten Anklang.
Bei Interesse gibt es weitere Exemplare im Lager zum Preis von 40 € + Versandkosten auf Zuruf.
Mit Spannung erwartet wurde die individuelle Demonstration der Flughafenfeuerwehr mit großem Einsatzfahrzeug durch deren Leiter, Herrn Hensen.
Bei bestem Wetter wurde auf dem Vorfeld vor der RAS das millionenteure Einsatzfahrzeug demonstriert.
Die Leistungsfähigkeit ist enorm:
Bis zu 5.000 l/min Wasser können über 60 m weit geschleudert werden.
Wir lernten viel über die Taktik im Fall eines brennenden Flugzeugs und bekamen einen Einblick in die Vielzahl der extrem starken Instrumente zum Öffnen verbeulter Blechteile, um Menschen aus feuerbedingter prekärer Lage befreien zu können.
Frank Lumnitzer und Ralph Wendt hatten sich bereit erklärt, auch schon am Freitagnachmittag Trainingsflüge durchzuführen. Schnell fanden sich interessierte Piloten, und die Planung und anschließende Durchführung begann.
Derweil demonstrierte Fabian Kienzle interessierten Mitgliedern die neueste Geräteserie von Garmin: Axis.
Ab 17:00 Uhr informierte uns Norbert Klippel in einem sehr ausführlichen und persönlich gehaltenen Vortrag über das Wasserflugzeugfliegen in Deutschland.
Der Werdegang von Norbert, seine Flugbegeisterung und seine Lebensleistung können nur Vorbild für eine junge Generation sein.
Gebannt hörten wir seinen Schilderungen zu und bekamen letztlich das Gefühl vermittelt, dass selbst in Deutschland noch alles machbar ist, vorausgesetzt, man will etwas erreichen und hat die Energie und Disziplin, das durchzuziehen.
Nochmals danke für diesen hervorragenden und mitreißenden Vortrag.
Freitagabend
Am Abend dann das gemeinsame Abendessen im nahe gelegenen Hotel und Restaurant Ramshof.
Uns war es gelungen, das separate Oval Office für unsere Veranstaltung benutzen zu können.
So waren wir unter uns – auch mit mehreren begleitenden Ehepartnern – und zu leckerem Essen und ausgewählten Getränken wurde erzählt, berichtet und diskutiert, zum Teil bis spät in die Nacht.
Samstag
Am Samstagmorgen trafen wir uns ab 08:30 Uhr vor dem Seminarraum zum Kaffee und ersten Gesprächen.
Ab 09:00 Uhr fanden stündlich weitere Sitzungen im Flugsimulator bei MgFlyers statt.
Nach einer kurzen Einführung durch Klaus Gerecht begann Frank Lumnitzer mit seinen hochinteressanten Ausführungen zu den Hintergründen der Planung von IFR-Anflügen und der Ausdehnung der Sicherheitsbereiche im Raum.
Wer von uns hat sich jemals detailliert mit den Temperaturvariablen von LNAV-Anflügen auseinandergesetzt? Dass hier bei kalten Temperaturen erhebliche Risiken in Hinblick auf die Hindernisfreiheit entstehen können, war wohl kaum jemandem klar bisher.
Also lieber LPV oder ILS, wenn verfügbar.
Fabian Kienzle erläuterte zum Thema „Neuheiten Garmin-Avionik und spezifische PA46-Nachrüstung“ die neue Produktreihe namens Axis.
Auf 11,6- und 8-Zoll-Bildschirmen ist es möglich, in älteren Maschinen voll integrierte Avionik zu installieren. Wenn man seinen Avionics Stack weiter liebt, gibt es Versionen, die lediglich als Anzeigetafeln dienen.
Weitere Vorteile sind das geringere Gewicht, die absolut geringere Menge an Verkabelung und softwareseitig zum Beispiel Widgets, programmierbare Tastfelder am Rande, über die rasch Untermenüs auf dem PFD aktiviert werden, die 3-D-Darstellung beim Rollen oder die Warnung vor einem auf der Landebahn befindlichen Luftfahrzeug, während man sich im Anflug befindet.
Parallel führten Frank Lumnitzer und Ralph Wendt viele Trainingsflüge mit interessierten Mitgliedern durch.
Am Nachmittag hörten wir mehrere Vorträge von Michael Offermann zu den Themen:
- „Murphys Law“ ist der Grund für die Sinnhaftigkeit von Simulatortraining auch bei nicht kommerziellen Piloten
- Niemals Euren „nicht systemimmanenten Stress“ mit an Bord nehmen, auch wenn ich Euch erkläre, wie damit umzugehen ist
- Die wichtigsten 30 medizinischen Probleme, die in jedem Fall mit einem Fliegerarzt zu besprechen wären
Michael hat es verstanden, uns mit seinen Vorträgen in die faszinierende Welt der Stresskontrolle durch Training zu führen, oft mit humorvollen Einlagen.
Am späteren Nachmittag flogen dann die ersten Mitglieder wieder Richtung Heimatbasis, während die beliebten Simulator-Sitzungen noch bis weit nach 18:00 Uhr andauerten.
Zwei interessante Tage gingen zu Ende, und viele Rückmeldungen deuten darauf hin, dass wir alle in Hinblick auf unsere eigene Flugsicherheit davon profitiert haben.
Neue Verbindungen wurden geknüpft, viele interessante Gespräche geführt – nicht nur an dem von heiterer Stimmung getragenen Gesellschaftsabend im Oval Office des Ramshofes.
Ausblick
Für den Frühsommer 2027 (Mai/Juni) planen wir das nächste Fly-out, diesmal nach Cannes.
Chris Hannen kennt sich dort hervorragend aus und unterstützt uns bei der Planung.
Wer interessiert ist, an den von uns gelegentlich – teilweise auch kurzfristig – geplanten Flügen in Europa teilzunehmen, möge sich bitte bei mir melden.
Das Gleiche gilt für mögliche größere Operationen, wie zum Beispiel nach Oshkosh gemeinsam zu fliegen oder ultimativ einmal um die ganze Welt.
Natürlich dann nicht kurzfristig geplant …
Klaus GerechtPräsident MMIG46